Verkehrsverstoß beobachtet – was tun?

von Daniel Nowack

In einer von mir regelmäßig fachlich begleiteten Facebook-Gruppe zum Thema Blitzer und Verkehr häuften sich in letzter Zeit die Meldungen, mit welchen verkehrswidriges Verhalten „angeprangert“ wurde. Zeitgleich wurde die Frage gestellt, ob und wie man solches Verhalten zur Anzeige bringen kann und was in diesem Zusammenhang erlaubt ist und was nicht.

Auf die nette Bitte eines Admins dieser Gruppe hin möchte ich mich an einer Zusammenfassung versuchen, die sicher auch für „die Allgemeinheit“ von Interesse ist.

Ich beobachte einen Verkehrsverstoß bzw. werde „Opfer“ eines solchen und möchte diesen anzeigen. Was kann ich tun?

Wenn der Verkehrsverstoß einen Unfall zur Folge hat, gilt nichts anderes als die 10 Gebote. Da rufen Sie also ohnehin die Polizei. Wenn es keinen Unfall gab, fließt der Verkehr natürlich weiter. Theoretisch können Sie auch jetzt die Polizei rufen, dieses Recht haben Sie. Die Frage ist nur: was nutzt es? Gerade in Berlin ist die Polizei in den allermeisten Fällen ausreichend beschäftigt und daher schon gezwungen, die Einsätze zu „priorisieren“. Das bedeutet, dass eine „Live-Verfolgung“ von Verkehrsordnungswidrigkeiten praktisch ausgeschlossen ist. Der Täter wird also nicht auf frischer Tat ertappt werden können.

Sollte also eine Verfolgung beabsichtigt sein, muss man einkalkulieren, dass die Verfolgung erst später beginnt. Das heißt, man muss den Verstoß so gut es geht für die Nachwelt dokumentieren.

Unabdingbar ist das Merken des Kennzeichens, denn sonst kann schon der Kreis der tauglichen Fahrzeuge kaum eingegrenzt werden. Idealerweise gelingt später eine Täterbeschreibung sowie eine genaue Beschreibung der Tat.

Daher meine Empfehlung: Kennzeichen des Tatfahrzeuges (und möglicher „Zeugenfahrzeuge“) merken und nach Möglichkeit dem Täter einmal ins Gesicht blicken. Dann bei nächster Gelegenheit rechts ranfahren und die Eindrücke aufschreiben bzw ...

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