Gewerbesteuer: Erweiterte Kürzung bald beim Großen Senat?

von Christoph Iser

Die erweiterte Kürzung des Gewerbeertrags nach § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG kommt nur in Betracht, wenn „ausschließlich“ die Verwaltung des eigenen Vermögens stattfindet. Was nun „ausschließlich“ bedeutet, ist immer wieder streitbefangen.

Bereits mit Urteil vom 19.10.2010 (Az: I R 67/09) wollte der BFH einer grundstücksverwaltenden GmbH, die als Komplementärin an einer ihrerseits vermögensverwaltenden KG beteiligt ist, nicht die sogenannte erweiterte Kürzung gewähren.

Gegen dieses Urteil regt sich nun jedoch ganz konkret erheblicher Widerspruch. So hat das FG München in einer aktuellen Entscheidung vom 29.2.2016 (Az: 7 K 1109/14) entschieden: Die Kommanditbeteiligung einer grundstücksverwaltenden GmbH an einer vermögensverwaltend tätigen GmbH & Co. KG verstößt nicht gegen das Ausschließlichkeitsgebot des § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG für die erweiterte Kürzung des Gewerbeertrages.

Bewusst stellen sich die Richter damit gegen die oben zitierte 2010er Entscheidung des BFH ...

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