Fasching, Karneval, Fastnacht: Narrenfreiheit am Arbeitsplatz?

von Dr. Christian Ostermaier

Der Höhepunkt der närrischen Zeit steht kurz bevor. Für viele Arbeitnehmer herrscht an Fasching, Karneval und Fastnacht Narrenfreiheit am Arbeitsplatz. Überzeugte Karnevalisten und Fastnachter bringen ihren Frohsinn auch gerne mit in die Arbeit – was nicht immer zu ungeteilter Freude bei Kollegen oder Vorgesetzten führt. Was müssen Narren und Närrinnen am Arbeitsplatz beachten, damit am Aschermittwoch keine Katerstimmung aufkommt?

Frei am Rosenmontag oder Faschingsdienstag?

Rosenmonat und Faschingsdienstag sind keine gesetzlichen Feiertage. Dennoch kann sich ein Urlaubsanspruch aus einer tarifvertraglichen Regelung oder einer Betriebsvereinbarung ergeben. Auch eine arbeitsvertragliche Vereinbarung ist selbstverständlich möglich. Übersehen wird bisweilen, dass ein Anspruch auf bezahlte Freistellung auch aus betrieblicher Übung entstehen kann, schlicht, weil der Arbeitgeber auch in der Vergangenheit „Urlaub“ erteilt hat: Hat der Arbeitgeber bereits mindestens dreimal hintereinander einen freien Tag mit Entgeltfortzahlung gewährt, ohne sich die jederzeitige Einstellung dieser Praxis vorbehalten zu haben, kann der Arbeitnehmer auch in Zukunft die Fortsetzung dieser betrieblichen Übung verlangen. Der Arbeitgeber kann sich praktisch ohne Einverständnis des Arbeitnehmers von der betrieblichen Übung kaum mehr lösen.

Wer jedoch ohne Arbeitsbefreiung der Arbeit eigenmächtig fernbleibt, riskiert eine Abmahnung und im Wiederholungsfall sogar eine fristlose Kündigung. Letzteres gilt auch, wenn der Arbeitnehmer droht, sich krankschreiben zu lassen, falls er nicht frei bekommt.

Jeder Jeck is anders – Kostümierung am Arbeitsplatz

Soweit die Kostümierung keine betrieblichen Belange beeinträchtigt, dürfte dagegen nichts einzuwenden sein. Die Sicherheit am Arbeitsplatz geht aber selbstverständlich vor. Auch bei Kundenkontakt kann der Arbeitgeber unter Umständen eine bestimmte Dienstkleidung oder einen Dresscode vorgeben ...

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