Arzneimittel aus dem Automaten ?

von Christine Krieg

Ge­ra­de im länd­li­chen Raum ist die Ver­sor­gung der Be­völ­ke­rung mit Arz­nei­mit­teln nicht im­mer ge­währ­leis­tet, ins­be­son­de­re dann nicht, wenn ei­ne her­kömm­li­che Apo­the­ke nicht wirt­schaft­lich zu be­trei­ben ist. Oft er­ge­ben sich län­ge­re Fahr­stre­cken über Land bis ei­ne Apo­the­ke er­reicht wer­den kann.

Aus die­sem Grund ha­ben Ver­san­d­apo­the­ken im­mer grö­ße­ren Zu­lauf. Was aber zeich­net die Ver­sor­gung durch ei­ne Apo­the­ke aus?

Wich­tig für den Kun­den bzw. Pa­ti­en­ten ist die fach­kun­di­ge Be­ra­tung, die Auf­klä­rung über die ein­zu­neh­men­den Arz­nei­mit­tel so­wie die Kon­trol­le, dass der Pa­ti­ent auch ge­nau das Arz­nei­mit­tel er­hält, was der Arzt ver­ord­net hat. Ge­ra­de die Ab­ga­be­kon­trol­le ist für den Pa­ti­en­ten im Sin­ne der Arz­nei­mit­tel­si­cher­heit be­son­ders wich­tig.

Um die Ver­sor­gung für die Pa­ti­en­ten zu er­leich­tern kam es im­mer wie­der vor, dass Apo­the­ken in Su­per­märk­ten gut sicht­ba­re Brief­käs­ten auf­ge­stellt ha­ben, in de­nen die Kun­den ih­re Re­zep­te für ih­re ver­schrei­bungs­pflich­ti­gen Arz­nei­mit­tel ein­le­gen konn­ten und dann über ent­spre­chen­de Bo­ten die Arz­nei­mit­tel nach Hau­se ge­lie­fert be­ka­men.

Die­se Form, der für den Kun­den si­cher­lich sehr be­que­men Mög­lich­keit sich mit Arz­nei­mit­teln zu ver­sor­gen, ist je­doch nicht zu­läs­sig. Das OLG Hamm hat am 12.05.2015, Az.: 4 U 53/15, ent­schie­den, dass ei­ne Re­zept­samm­lung in Su­per­märk­ten ge­gen § 24 Abs. 1 und 2 Apo­the­ken­be­triebs­ord­nung ver­stößt. Ein Ver­stoß liegt da­nach ins­be­son­de­re vor, wenn die not­wen­di­ge be­hörd­li­che Er­laub­nis nicht vor­liegt und wenn die Re­zept­sam­mel­stel­le sich in ei­nem Ge­wer­be­be­trieb be­fin­det ...

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