Über die Aussagekraft von AG-Noten

Über die Aussagekraft von AG-Noten

In diesem Beitrag möchte ich einmal meine eigenen AG-Noten Revue passieren lassen und gleichzeitig einen Blick darauf werfen, wie aussagekräftig die Notenvergabe in den Arbeitsgemeinschaften ist.

Ich habe dabei meine AG- Klausuren bis zu der Anwaltsstation rausgesucht (die ich alle vorbildlich mitgeschrieben habe) und diese mit Klausuren verglichen, die ich bei einem kommerziellen Anbieter mitschreibe.

Dabei ist mir aufgefallen, dass die AG-Klausuren bei Gericht doch größtenteils sehr wohlwollend korrigiert wurden. Selbst wenn meine Ausarbeitung sehr neben der Lösungsskizze lag, schaffte ich es so immer noch auf ein „befriedigend“. Dies war aber auch bei allen anderen AG-Teilnehmern der Fall. Das „vollbefriedigend“ wurde hier überdurchschnittlich oft vergeben.

Woran mag das liegen?

Ich habe da meinen ganz eigenen Erklärungsansatz:

Zum einen kennt euch der AG- Leiter persönlich und hat sich bereits durch eure (hoffentlich aktive) Mitarbeit ein Bild über eure juristischen Fähigkeiten gemacht. Dieses Bild komplett abzuschalten wird wohl nur den wenigsten gelingen, sodass – anders als im Examen – die Notenvergabe auch ungewollt subjektiv zustande kommt.

Hinzu kommt auch, dass euer AG-Leiter nur eine begrenzte Anzahl von Klausuren korrigieren muss und dadurch mehr Zeit hat, um sich jeden Lösungsansatz genauer anzuschauen und zu hinterfragen. Examenskorrektoren haben i. d. R. nur wenige Minuten pro Klausur Zeit und überfliegen diese meist leider nur grob.

Bedenkt man nun auch, dass natürlich kein AG-Leiter negative Anmerkungen auf seinem Bewertungsbogen sammeln will, lässt es sich leichter erklären, warum auch die Notenvergabe eher wohlwollend erfolgt.

All dies birgt m. E. jedoch ein Risiko für die eigene Examensvorbereitung ...

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