Hilfe, mein erstes zivilrechtliches Urteil am AG – ein Spickzettel!

Hilfe, mein erstes zivilrechtliches Urteil am AG – ein Spickzettel!

In Baden-Württemberg beginnt das Referendariat mit der Zivilstation. Direkt nach einem einmonatigen Lehrgang wird man deswegen einem Zivilrichter am Landgericht oder einem Amtsgericht im Bezirk zugeteilt. Da ich von weit außerhalb komme, wurde ich an ein kleines Amtsgericht in der Nähe meines Wohnortes versetzt.

Mein Arbeitsalltag am Amtsgericht

Telefonisch vereinbarte ich mit meiner Richterin einen Termin, an dem ich mich zum ersten Mal am Amtsgericht vorstellen würde. Dafür habe ich mich natürlich schick angezogen und stand 15 Minuten zu früh vor dem Gerichtsgebäude. Meine Richterin erwies sich als erfahrene und nette Juristin, die mich als erstes allen Kollegen vorstellte und mir einen Rundgang durch das Gerichtsgebäude gab. Ich sollte sie immer mittwochs an ihrem Sitzungstag begleiten. An diesem Wochentag erledigt meine Richterin alle ihre Prozesse auf einmal. Der Tag geht dementsprechend meistens auch von 08.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Zur Vorbereitung darf ich an einem beliebigen anderen Tag ans Gericht kommen und die Akten zu den anstehenden Verfahren lesen und vorbereiten. Nach den Verhandlungen bleibt oft noch kurz Zeit, das Geschehen juristisch durchzusprechen. Wenn es ein (nicht zuuu schweres) Urteil zu schreiben gibt, darf ich mir nach dem Prozess die Akte mit nach Hause nehmen und muss das Urteil bis zur nächsten Woche schreiben. Insgesamt ist die Station beim Zivilrichter sehr abwechslungsreich, da man jede Woche mit anderen Fällen aus unterschiedlichen Rechtsgebieten (Verkehrsrecht, Mietrecht, Kaufrecht, Schadensersatzrecht, Deliktsrecht, Versicherungsrecht, Flugrecht usw.) befasst ist ...

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