Rezension: StGB

von Dr. Benjamin Krenberger

Rezension: StGB

Fischer, StGB, 65. Auflage, C.H. Beck 2018

Von RAG Dr. Benjamin Krenberger, Landstuhl

Wenn auf der roten Banderole um den jährlich erscheinenden Kommentar bereits die Anzahl der berücksichtigten Änderungsgesetze genannt werden muss, merkt selbst der studentische Nutzer eines solchen Standardwerks, dass der Gesetzgeber in eine Kleinstaaterei verfallen ist, der die Rechtspraxis oft nur noch hinterherhecheln kann. Während inzwischen in anderen Gesetzen (StPO, BKatV) die Geschwindigkeit der Änderungen dazu führt, dass Änderung und Gesetzestext nicht mehr in Übereinstimmung zu bringen sind, ist dies dem StGB (bislang noch) erspart geblieben. Umso wichtiger ist es deshalb, dass eine strafrechtliche Institution wie Fischer seit fast 20 Jahren diesen Kommentar pflegt. Ich hatte selbst noch das Vergnügen, ihn vor seiner Übernahme des StGB-Kommentars in Würzburg als Professor zu hören und man konnte schon damals als Student den Scharfsinn und Wortwitz schätzen lernen, mit dem Fischer das Strafrecht zerlegte und wieder zusammensetzte – so wie er es auch trotz des beengten Platzangebots im Kommentar glänzend bewerkstelligt.

Über 2750 Seiten inklusive (unkommentierter) Anhänge und des opulenten Sachverzeichnisses erwarten den Leser und Rechtsanwender. Erfreulich ist seit Jahr und Tag – nicht umsonst ist der Kommentar ja in vielen Bundesländern für die Examina zugelassen – der Umstand, dass man das Werk vom ersten Semester bis zum Berufsende heranziehen und mit Gewinn nutzen kann ...

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