Rezension: JGG

von Dr. Benjamin Krenberger

Rezension: JGG

Eisenberg, Jugendgerichtsgesetz, Beck’sche Kurzkommentare Band 48, 19. Auflage, C.H. Beck 2017

Von RA Dr. Norbert Lösing, Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz, Fachanwalt für Strafrecht, Lüneburg

Das Strafrecht ist ein beliebtes Aktionsfeld der Politik. Tatsächliche und vermeintliche Probleme sollen mit der Schaffung neuer Straftatbestände schnell und scheinbar effektiv gelöst werden. Auch das Jugendstrafrecht ist von diesem Aktionismus nicht verschont geblieben und in den letzten Jahren wiederholten Änderungen unterworfen worden. Nicht alle diese Änderungen lassen sich mit dem Erziehungsprinzip in Einklang bringen. Jede sachliche und kritische Evaluierung dieser Änderungen wie z.B. die Erweiterung der Verletztenrechte im Jugendstrafverfahren, die Einführung des sog. Warnschussarrestes, die Erhöhung der maximalen Strafandrohung bei Kapitaldelikten für Heranwachsende oder die Anordnung von Sicherungsverwahrung ist daher besonders zu begrüßen. Der geneigte Leser wird beim Blick in die 19. Auflage dieses Standardwerkes zum Jugendstrafrecht auch in diesem Punkt nicht enttäuscht. Die sorgfältig aufbereitete Information ist praxisgerecht dargestellt und die Ausführungen lassen kaum eine Frage unbeantwortet. Dies ist für einen sogenannten „Kurzkommentar“ keinesfalls selbstverständlich. Allerdings sind 1.318 Seiten Kommentierung bis zum Beginn der erfreulicherweise abgedruckten Übergangsvorschriften und Anhänge nicht unbedingt wenig.

Der wichtigste Unterschied des Jugendstrafrechts zum Erwachsenenstrafrecht ist in § 18 Abs. 1 Satz 3 JGG enthalten. Hiernach gelten die Strafrahmen des Erwachsenenstrafrechts nicht. Dies kann nicht nur für Jugendliche ein Segen sein sondern auch für Heranwachsende ...

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