Bauchlandung der Bargeldretter

von Matthias Trinks

Anfang vergangenen Jahres berichtete ich über die Bargeldretter. Dabei ging es um die Barzahlung beim Finanzamt in dem Versuch, wegen der generellen Bargeldablehnung der Behörden eine zinslose Stundung zu erwirken. Nun hat das Hessische Finanzgericht einen Präzedenzfall geschaffen.

Vor etwa einem Jahr schrieb hier ich zum Thema

Die „Bargeldretter“ gehen davon aus, dass sie mit ihrem Barzahlungsangebot den Verzug bei der Steuerzahlung ausschließen. […] Da die Finanzverwaltung ganz allgemein kein Bargeld akzeptiert, soll man so zu einer faktischen Stundung kommen – zinslos, versteht sich. Damit wäre also die Motivfrage geklärt.

Soweit die Idee. Nachdem aber bereits das FG Münster diesem „Nebenleistungssparmodell“ im AdV-Verfahren eine Absage erteilte, konnte sich nun auch das Hessische FG in einem Urteil der Überzeugung der Bargeldretter nicht anschließen. Wenigstens einen Teilerfolg konnte der Kläger gleichwohl erzielen: das Gericht bestätigte die schon bislang herrschende Meinung, wonach das Finanzamt grundsätzlich eine Bank vor Ort ermächtigen muss, Bargeld für die Behörde anzunehmen. Ich halte selbst dieses Zugeständnis für fehlerhaft, bedenkt man die ubiquitäre Nutzung von Bankkonten heutzutage ...

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