Rezension: Juristische Methodenlehre

von Dr. Benjamin Krenberger

Rezension: Juristische Methodenlehre

Möllers, Juristische Methodenlehre, 1. Auflage, C.H. Beck 2017

Von Wirtschaftsjurist Christian Paul Starke, LL.M., Bad Berleburg

Herzstück der juristischen Arbeit – egal ob im Studium oder später in der Praxis – ist die Falllösung, also das Subsumieren eines realen Sachverhalts unter die passenden Gesetzesnormen, um zu dem „richtigen“ Ergebnis zu kommen. Dies gestaltet sich allerdings bisweilen alles andere als einfach, sind Gesetze als abstrakt-generelle Normen doch für eine unbestimmte Vielzahl von Fällen konzipiert und damit in ihrer Anwendung nicht für jede konkrete Fallgestaltung eindeutig. Zudem gibt es in der Rechtswissenschaft – im Gegensatz zur Naturwissenschaft – häufig nicht die „eine“ objektiv richtige, bestenfalls sogar dem praktischen Beweis zugängliche Lösung. Vielmehr gilt es, die am besten vertretbare Lösung zu erarbeiten. Ziel muss es dabei sein, als Anwalt den Richter, als Richter die Parteien, als Wissenschaftler die Kollegen und als Dozent die Studenten von der Richtigkeit der eigenen Ansichten zu überzeugen, indem man diese mit tragfähigen Argumenten untermauert und die Gegenargumente überzeugend entkräftet. Zu diesem juristischen Arbeiten und Argumentieren will der Verfasser seine Leser mit dem vorliegenden Werk anleiten, indem er ihnen einen prall mit methodischem Handwerkszeug gefüllten Koffer mit auf den Weg gibt.

Das vorliegende Werk ist im Oktober 2017 erstmals erschienen. Der Autor dürfte vielen Juristen aber bereits durch sein Werk zur juristischen Arbeitstechnik bekannt sein. Auf rund 500 Seiten widmet er sich dieses Mal voll und ganz der Methodik der Falllösung, von den Rechtsquellen über die klassischen Auslegungstechniken bis hin zur richterlichen Rechtsfortbildung ...

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