Probleme mit dem Urlaub

von Martin Wagner

Urlaub – die schönste Zeit des Jahres. Auf keine Zeit im Jahr freuen wir uns mehr als auf unsere Urlaubszeit: Erholung, Entspannung, Nichtstun, Abschalten, Abenteuer, Sommerwetter, ferne Länder,…

Doch aus arbeitsrechtlicher Sicht führt der Urlaub immer wieder zu Problemen. Wann darf er genommen werden, wie viele Tage beträgt der Urlaub und wie unterscheiden sich Urlaubsentgelt und Urlaubsgeld. Der folgende Beitrag versucht die häufigsten Fragen zu beantworten:

Zeitpunkt des Urlaubs

In welchem Zeitraum der Urlaub gewährt wird, ist Sache des Arbeitgebers. Gemäß § 7 Abs. 1 BUrlG hat er hierbei jedoch grundsätzlich die Wünsche des Arbeitnehmers zu berücksichtigen, es sei denn es liegt ein Verweigerungsgrund nach § 7 Abs. 1 BurlG vor. Das ist zum einen dann der Fall, wenn dringende betriebliche Gründe dagegen sprechen und zum anderen dann, wenn die Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer aus sozialen Gründen vorrangig zu behandeln sind.

Dringende betriebliche Gründe sind zum Beispiel: Besonders hoher Krankenstand, ein unerwarteter Auftrag, unvorhersehbare Produktionsnachfrage, die Gefahr des Verderbens von Gütern oder Produktionsmitteln. Außerdem können besonders arbeitsintensive Zeiten – vor allem in Branchen mit saisonaler Nachfrage – dazu führen, dass der Arbeitgeber keinen Urlaub gewähren muss; typisches Beispiel ist das „Weihnachtsgeschäft“.

Aus sozialen Gründen vorrangig zu behandeln sind Arbeitnehmer zum Beispiel dann, wenn sie Kinder haben und der Urlaub während der Schulferien gewährt werden soll.

Gewährt der Arbeitgeber pflichtwidrig keinen Urlaub, ist es dem Arbeitnehmer dennoch nicht gestattet sich darüber hinwegzusetzen und eine „Selbstbeurlaubung“ zu praktizieren. Er muss vielmehr dagegen klagen oder eine einstweilige Verfügung beantragen.

Dauer des Urlaubs

Gesetzlich vorgesehen ist eine Urlaubsdauer von mindestens 24 Werktagen (§ 3 BurlG). Da nach § 3 Abs ...

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