Verwertbarer Zufallsfund

Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts handelt es sich bei der Identifizierung eines bisher unbekannten Drogenhändlers durch die rechtmässige Abhörung des Telefons eines Komplizen um einen personellen Zufallsfund, der weitere Ermittlungen gegen diesen ohne vorgängige Zustimmung des ZMG verbietet und zur Unverwertbarkeit der entsprechenden Beweismittel führt (BGer 6B_50/2008 vom 20.06.2008 E. 2.1, BGE 133 IV 329).

Das heisst nach einem neuen Urteil aber nicht etwa, dass die Genehmigung sogleich einzuholen wäre (BGer 6B_328/2017 vom 16.01.2018), solange sich die Fortsetzung der Überwachung weiterhin auf den ursprünglich Überwachten (A.) konzentriert:

Wie die Vorinstanz sodann zutreffend erwägt, stellt die Verlängerung der Überwachung des Anschlusses von A. im Juli 2008 keine Ermittlungshandlung gegen den Beschwerdeführer im Sinne von Art. 9 Abs. 2 BÜPF dar ...Zum vollständigen Artikel

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