Im Untersuchungsgefängnis überwacht

Dass Untersuchungshaft geeignet ist, Kollusionsgefahr zu bannen, ist eines der vielen strafprozessualen Dogmen, die man nicht hinterfragen darf. Tut man es doch, stellt man nämlich fest, dass sie dazu allenfalls in der Theorie taugt.

Ab und zu liefert die Rechtsprechung aber den Beweis dafür gleicht selbst. Ein solcher Fall ist einem neuen Grundsatzurteil des Bundesgerichts zu entnehmen, einem Urteil zu einer Frage, die es gar nicht geben dürfte (Überwachung von Telefongesprächen eines Untersuchungshäftlings; BGE 1B_366/2017 vom 13.12.2017; Publikation in der AS vorgesehen). Zum Sachverhalt nur dies:

Le 20 mai 2016, le Tribunal des mesures de contrainte (Tmc) a autorisé la surveillance du numéro de téléphone enregistré au nom de B., raccordement également utilisé par le prévenu qui se trouvait alors en détention.

Zu prüfen war die Verwertbarkeit der entsprechenden Aufzeichnungen im Lichte von Art. 140 StPO. Das Bundesgericht bestätigt die Verwertbarkeit:

Cela étant, il y a lieu de rappeler que la situation à l’origine de la mesure de surveillance litigieuse – possession et utilisation d’un téléphone portable en détention – résulte uniquement d’actes effectués sans droit par le recourant. En effet, alors même qu’il connaissait l’interdiction de détenir et d’utiliser un téléphone portable en prison, il en a obtenu un auprès d’un co-détenu (cf. ad 3.4 de son mémoire p. 8) ...Zum vollständigen Artikel


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