Illegales Glücksspiel im Seniorenheim? Bingo!

von Jannina Schäffer

Ein Seniorenheim in Köln muss seine wöchentliche Bingo-Runde vorläufig auflösen. Die Teilnehmer hatten pro Karte eine geringe Geldsumme gesetzt. Das rief die zuständigen Behörden auf den Plan. Der Vorwurf: Illegales Glücksspiel.

Das Seniorenzentrum hat sein wöchentliches Bingo-Spiel vorübergehend eingestellt, weil es sich dabei möglicherweise um verbotenes Glücksspiel handelte. Ein Rechnungsprüfer hatte die Sozial-Betriebe-Köln (SBK) bereits letztes Jahr darauf aufmerksam gemacht, dass es sich bei der Bingo-Runde eventuell um ein illegales Glücksspiel handle. Wenn beim Bingo-Spiel Geld eingesetzt werde, falle das unter Umständen unter den Glücksspielstaatsvertrag.

Hauptgewinn: Schokolade

„Wir waren da selbst völlig fassungslos, dass wir als Senioreneinrichtung eventuell illegales Glücksspiel betreiben.“, berichtete Geschäftsführerin Gabriele Patzke. An dem wöchentlichen Spiel hatten demnach zuletzt immer rund 100 Senioren in einem großen Saal teilgenommen. Wer mitmachen wollte, musste eine Karte für 0,50 bis 1 Euro lösen. Mit dem Geld wurden kleine Preise finanziert. Zum Beispiel eine Tafel Schokolade.

Damit sind grundsätzlich die Voraussetzungen des Glücksspielstaatsvertrags erfüllt. Denn die Senioren setzten eigenes Geld ein und das Spiel war im Grunde öffentlich. Bis zur juristischen Klärung dieser Frage bleibt der Bingo-Treff daher ausgesetzt ...

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