Münchner Amoklauf: 7 Jahre Haft für Waffenhändler

Das LG München I verurteilt Waffenhändler unter anderem wegen fahrlässiger Tötung

Vergangenen Freitag hat das Landgericht München I den Waffenhändler, der dem jugendlichen Täter die Waffen für den Münchner Amoklauf verkauft hatte, zu sieben Jahren Haft verurteilt. Damit wird erstmals ein illegaler Waffenhändler mit dem Verkauf einer Schusswaffe für eine Tat verantwortlich gemacht, an der er nicht selbst beteiligt war.



Worum geht es?

Im Juli 2016 hat ein 18-Jähriger am Münchner Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) neun Menschen und anschließend sich selbst erschossen. Sowohl Waffe als auch hunderte Schuss Munition kaufte er damals über das Darknet bei einem Waffenhändler mit dem Decknamen “rico”. Das Münchner Landgericht verurteilte den 33-jährigen Waffenhändler nun wegen fahrlässiger Tötung in neun Fällen, fahrlässiger Körperverletzung in fünf Fällen und wegen Verstößen gegen das Waffengesetz zu sieben Jahren Haft. Erstmals in der deutschen Justizgeschichte wird ein illegaler Waffenhändler mit dem Verkauf einer Schusswaffe für eine Tat verantwortlich gemacht, an der er nicht selbst beteiligt war.

Streit um rechtliche Bewertung

Die Staatsanwaltschaft forderte sieben Jahre und zwei Monate, da erst durch den Waffenverkauf die Tat ermöglicht worden sei ...

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