Geschäftsführung nimmt Kopfgeld auf Mitarbeiter zurück

von Jannina Schäffer

Die Geschäftsführung einer Brauerei hatte ein Kopfgeld auf einen ihrer Mitarbeiter ausgelobt. Nachdem der Fall vor Gericht landete, wurde das Kopfgeld jedoch wieder zurückgenommen.

Zwei Gesellschafter der Braunschweiger Wolters Brauerei hatten eine Belohnung von 2.000 Euro ausgelobt, um die Verfasser von anonymen Beschwerden zu ermitteln. Vorausgegangen war eine Betriebsversammlung auf welcher der Betriebsrat vor rund 100 Mitarbeitern eine anonyme Beschwerde vorgelesen hatte. In dem Schreiben wurden auch Mitarbeiter namentlich kritisiert. Sie wurden etwa als „überflüssig“, „ohne Ahnung“ oder „nur quatschend“ bezeichnet. Ein Mitarbeiter hätte Schwierigkeiten, bis zehn zu zählen. Ein anderer würde Statistiken schönen.

Friedvolle Zusammenarbeit hochgradig gestört

Die Wolters-Geschäftsführung sah diese Beschwerde als „hochgradig beleidigend“ an. Daraufhin wurde ein Kopfgeld von 2.000 Euro ausgelobt. Hiergegen ging der Betriebsrat sodann vor dem Arbeitsgericht mit einem Eilantrag auf Unterlassung vor. Der Betriebsrat war der Meinung, dass die ausgesetzte Belohnung ihn in seiner Arbeit beeinträchtige. Die ungestörte Tätigkeit des Betriebsrats ist in § 78 BetrVG gesetzlich garantiert. Das Vorgehen der Geschäftsführung stünde einer friedvollen Zusammenarbeit entgegen ...

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