Warum die Sachpfändung tot ist

Von der Tätigkeit des Gerichtsvollziehers hat man meist eine ganz bestimmte Ahnung: Er kommt in die Wohnung des Schuldners und trägt den Fernseher raus.

Tatsächlich ist die heutige Vorgehensweise der Gerichtsvollzieher meist eine völlig andere. Die Beschlagnahme von Gegenständen, die sogenannte Sachpfändung spielt kaum noch eine Rolle. Man kann sogar sagen, dass die Sachpfändung „tot“ ist.

Dies hat verschiedene Gründe:

Zum einen gibt es heute weitgehende Pfändungsverbote. Bestimmte Dinge sind von vornherein von jeder Pfändung ausgenommen und müssen dem Schuldner immer belassen werden, egal wie hoch seine Schulden sind. Diese Pfändungsverbote sollen dafür sorgen, dass der Schuldner zumindest eine gewisse Lebensgrundlage hat.

Pfändungsverbote werden wichtiger

Die Pfändungsverbote sind aber mit dem allgemeinen Wohlstand mitgewachsen. Es geht nicht mehr nur darum, dass der Schuldner nicht im wahrsten Sinne des Wortes verhungert, sondern er soll auch einen gewissen bescheidenen Lebensstandard genießen können.

Waren es anfangs nur Milchkühe und Brennholz, wurden dann irgendwann auch Fernseher unpfändbar. Zunächst nur schwarz-weiße, mittlerweile wohl (weil es schlicht keine anderen mehr gibt) auch farbige. Normale EDV ist nach kurzer Zeit technisch überholt und im Alltag mittlerweile so bedeutend, dass sie kaum noch gepfändet werden darf.

Gebrauchte Gegenstände meist wenig wert

Hinzu kommt dann noch die Tatsache, dass gebrauchte Dinge immer weniger wert werden ...

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