Pseudonymisierung – was ist das eigentlich?

von Dr. Datenschutz

Dieser Blog deckt mittlerweile diverse datenschutzrechtliche Bereiche ab. Umso erstaunlicher, dass es ab und an doch noch mal einzelne Themen gibt, die es nie zu einem eigenen Artikel geschafft haben. Dank der Rückmeldungen unserer Leser wird sich dieser Beitrag exklusiv der Pseudonymisierung widmen. Für uns Datenschutzberater ein alltäglicher Begriff – für den Rest verständlicher Weise nicht ganz einfach im Verständnis.

Ist das schon anonym oder noch pseudonym?

Im Zusammenhang mit Daten tauchen immer wieder die Begriffe anonym und pseudonym auf. Oftmals ist der Unterschied zwischen den beiden Begriffen nicht ganz klar, aber das Gesetz hilft an dieser Stelle (ausnahmsweise) mal weiter, da es für beide Prozesse eine Definition liefert:

Anonymisierung

… meint dabei nach § 3 Abs. 6 BDSG

„das Verändern personenbezogener Daten derart, dass die Einzelangaben über persönliche oder sachliche Verhältnisse nicht mehr oder nur mit einem unverhältnismäßig großen Aufwand an Zeit, Kosten und Arbeitskraft einer bestimmten oder bestimmbaren natürlichen Person zugeordnet werden können.“

Als Beispiel eignen sich Wahlen – diese sind geheim und somit auch anonym. Zwar lässt sich letztlich noch nachvollziehen, wer gewählt hat und wer nicht. Aber es lässt sich nicht konstruieren, welcher Wahlzettel zu welchem Wähler gehört. Bei der Anonymisierung ist also letztlich entscheidend, dass eine Identifizierung der natürlichen Person nicht möglich ist.

Pseudonymisierung

… ist dagegen nach § 3 Abs. 6a BDSG

„das Ersetzen des Namens und anderer Identifikationsmerkmale durch ein Kennzeichen zu dem Zweck, die Bestimmung des Betroffenen auszuschließen oder wesentlich zu erschweren.“

Beispiele wären etwa eine E-Mail-Adresse wie hasi123@website.de oder die Personalnummer im Unternehmen ...

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