Mitarbeiter als Markenbotschafter? – Rechtstipps für betriebliches Influencer-Marketing

Nicht nur Arbeitgeber, vor allem Mitarbeiter selbst sollten die rechtlichen Grundlagen der Influencer-Tätigkeit kennen, bevor sie sich entschließen Markenbotschafter zu werden (Illustrationen: © Dr. Thomas Schwenke 2018).

Mark Zuckerberg hat angekündigt, bei Facebook demnächst private Beiträge gegenüber Unternehmens-Postings zu bevorzugen. Ob er damit tatsächlich an die Nutzer denkt oder Unternehmen zu mehr Werbeausgaben bewegen will, kann nur spekuliert werden.

Wahrscheinlich ist jedoch, dass er mit seiner Aussage den Trend zum Influencer-Marketing forciert. Schon jetzt setzten Unternehmen zunehmend auf „Privatpersonen“, die Produkte auf einer persönlichen Ebene bewerben. Parallel dazu merke ich im Rahmen meiner Beratungstätigkeit, dass zunehmen auch Mitarbeiter als sog. „Markenbotschafter“ (bzw. „Brand Ambassadors“) aktiv eingesetzt werden.

Allerdings drohen gerade beim Einsatz von Mitarbeitern für Werbezwecke viele rechtliche Stolperfallen. Über die dringendsten werde ich Sie in diesem Beitrag aufklären und sie am Ende in Form von Tipps für die Praxis zusammenfassen. Beginnen möchte ich mit einer für viele überraschenden Regelung – der sog. Beauftragtenhaftung.

Gilt auch für Inhaber und Freelancer: Dieser Beitrag bezieht sich zwar primär auf Mitarbeiter, gilt allerdings erst Recht für Inhaber, Geschäftsführer oder Freelancer. Sie müssen vor allem die folgenden Hinweis- und Transparenzpflichten befolgen.

Unvermeidbare Haftung für Mitarbeiter

Es ist naheliegend, dass Unternehmen für Rechtsfehler von Mitarbeitern haften, die diese im Rahmen ihrer Arbeitsaufgaben begehen. Vielen ist aber nicht bekannt, dass auch scheinbar private Aktivitäten der Mitarbeiter dem Unternehmen zugerechnet werden können.

Diese „Beauftragtenhaftung“ nach § 8 Abs ...

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