Scheidung oder Trennung – Wem gehört der Hund?

In immer mehr Familien lebt ein Hund als Haustier. Wenn die Ehe scheitert gibt es neben dem Scheidungskind auch den Scheidungshund. Welche Rechte hat der Hund?

Bei Trennung und Scheidung gilt es sämtliche finanziellen Dinge wie Unterhalt, Zugewinnausgleich, Versorgungsausgleich und Vermögensauseinandersetzung zu regeln. Für alle diese Punkte sind Regelungsmöglichkeiten im BGB vorgesehen. Nicht ausdrücklich geregelt ist allerdings die Frage, bei wem der Hund dauerhaft leben darf oder ob der andere Ehepartner ein sogenanntes Umgangsrecht hat. Nach wie vor werden Tiere im deutschen Recht wie Gegenstände behandelt. Daran ändert auch nichts der § 90 a BGB, wonach Tiere als Mitgeschöpfe anerkannt worden sind.

Eheleute sollten sich zum Wohle des Tieres einigen

Kann ein Ehepartner nachweisen, dass er Eigentümer des Hundes ist, z. B. durch Kaufvertrag, Tierpass, etc., steht fest, dass das Tier diesem Ehepartner zuzuordnen ist. Es sollte jedoch immer berücksichtigt werden, dass es zwischen Menschen und Tieren zu sehr starken emotionalen Beziehungen kommen kann und dass der Hund sicherlich bei dem Ehepartner besser aufgehoben ist, der sich in erster Linie um ihn gekümmert hat.
Ist der Hund während der Ehe gemeinsam angeschafft worden, zählt der Hund nach § 1361 a BGB zu dem gemeinsam angeschafften Hausrat der Eheleute. Bei einer Trennung und Scheidung wird der Hausrat geteilt, worunter, wie oben bereits dargestellt, auch die Haustiere fallen.
Zum Wohle des Tieres sollten sich die Eheleute über den Verbleib des Hundes einigen. Dies kann in einer sogenannten Trennungs- und Ehescheidungsfolgenvereinbarung notariell festgehalten werden. Grundsätzlich gibt es kein Umgangsrecht mit dem Hund, wie es bei Kindern üblich ist.

Besuchsrecht für Hunde ist möglich

Das Amtsgericht Bad Mergentheim hat allerdings in der Entscheidung vom 19.12 ...

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