Bezahlen per Nachnahme: Änderungen ab März 2018

von RA Stefan Loebisch

Viele Webshops bieten ihren Kunden die Möglichkeit, den Kaufpreis per Nachnahme zu bezahlen: Der DHL-Bote bringt die Ware und bekommt im Gegenzug das Geld. Der Empfänger erhält das Paket also erst nach Bezahlung des angegebenen Nachnahmebetrags. Dieser Geldbetrag wird dann auf das vom Händler angegebene Konto überwiesen. Ab dem 01.03.2018 gibt es Veränderungen bei den Nachnahme-Gebühren. Für Online-Händler kann sich diese Änderung auch auf die Preiskalkulation und die Abläufe im Shop auswirken.

Nachnahmegebühren: Bisherige Rechtslage

Zur Zeit berechnet DHL bei der Zusatzleistung Nachnahme für Geschäftskunden ein besonderes Nachnahmeentgelt in Höhe von 3,60 € zusätzlich zum Paketpreis. Weitere 2,00 € als sogenanntes Übermittlungsentgelt bezahlt der Empfänger direkt an den Zusteller, wenn er das Paket ausgehändigt erhält.

Einheitliches Nachnahme-Entgelt ab März 2018

Aufgrund von Änderungen im Umsatzsteuer-Recht beantragte die Deutsche Post AG bei der Bundesnetzagentur eine Neuregelung: Die Aufteilung in Nachnahmeentgelt und Übermittlungsentgelt sollte entfallen, um die Abrechnung zu vereinfachen.

Mit Beschluss vom 08.11.2017, BK5-17/046, genehmigte die Bundesnetzagentur ein einheitliches Entgelt in Höhe von 3,70 € für die Zusatzleistung Nachnahme. Diese Genehmigung gilt für den Zeitraum vom 01.03.2018 zunächst bis einschließlich 31.12.2018.

Händler müssen dieses Nachnahmeentgelt immer in voller Höhe im Voraus an DHL bezahlen, ganz unabhängig davon, ob der Käufer die Ware dann auch annimmt.

Nachnahmeentgelt und Verbot von Zahlartgebühren

Seit dem 13.01 ...

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