Erst Klotzen, dann Kleckern - Live-Streaming und Rundfunklizenz

von Jörg Schaller

Wer sich in irgendeiner Form mit den Internet-Plattformen YouTube oder Twitch beschäftigt, hat es mitbekommen: Wer in Deutschland aus seinem Keller Live-Streaming betreibt, macht eigentlich Fernsehen. Meistens jedenfalls. So interpretieren zumindest die Medienanstalten der Länder diverse gesetzliche Vorgaben aus dem Rundfunkstaatsvertrag der Länder.

Anfang 2017 begann die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen ("LfM"), Aufforderungsschreiben an einige der reichweitenstärksten Live-Streamer zu verschicken und forderte darin zur Einholung einer Rundfunklizenz auf (Anm. d. Autors: Darstellung verkürzt). Die Reaktionen waren unterschiedlich: Rocketbeans beantragte als erster Live-Streaming-Anbieter eine Rundfunklizenz, Let's Player PietSmiet schlossen einen betroffenen YouTube-Kanal und setzten sich in der Folge mit Behörden und Politikern zusammen. Let's Player Erik Range aka "Gronk" wetterte zunächst gegen den Versand dieser Aufforderungsschreiben mit Worten wie "Es geht nur darum zu zeigen, was für dicke Eier man hat". Gleichzeitig malte er ein Szenario, bei dem kleine Live-Streamer arbeitslos würden, weil sie sich eine Rundfunk-Lizenz nicht leisten oder die damit verbundenen Auflagen nicht leisten könnten.

Bekanntlich beauftragte Gronkh dann Rechtsanwalt Jörg Schaller damit, die Verhandlungen mit der LfM zu führen. Eine ausführliche Darstellung findet sich in diesem Artikel bei Gameswirtschaft.de bei dem ich nach Absprache mit Gronkh und seinem Management-Team Informationen zur Veröffentlichung in dem Artikel bereitgestellt hatte. Nach diesem Artikel ruhten die Hoffnungen der deutschen Streaming-Community auf dem Sympathieträger Gronkh, dass er sich mit seinen beträchtlichen Ressourcen gegen die Aufforderungspraxis der LfM zur Wehr setzen würde ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK