Rezension: Versorgungsausgleich

von Dr. Benjamin Krenberger

Rezension: Versorgungsausgleich

Borth, Versorgungsausgleich, 8. Auflage, Luchterhand 2017

Von RAG Dr. Benjamin Krenberger, Landstuhl

Wer sich ein wenig intensiver mit dem Versorgungsausgleichsrecht befasst, kommt unweigerlich mit Helmut Borth in Berührung, sei es durch seine zahlreichen und instruktiven Urteilsanmerkungen und Artikel in der FamRZ, die er als Mitherausgeber und Schriftleiter maßgeblich prägt, sei es andererseits durch sein Standardwerk zum Versorgungsausgleich, das nunmehr in achter Auflage erschienen ist. Bald 800 eng bedruckte Seiten inklusive Verzeichnissen erwarten die Leser und Rechtsanwender, um dieses Teilrechtsgebiet des Familienrechts nahezu lückenlos zu erfassen.

Insgesamt dreizehn Kapitel führen den Leser und Rechtsanwender durch die Materie. Zunächst werden Grundlagen und Konzeption des Versorgungsausgleichs vorgestellt. Insbesondere die Abgrenzung zu anderen Vermögenspositionen (S. 30 ff.) kann für die Differenzierung in den Folgesachen VA und Güterrecht von Bedeutung sein. Hiernach wird die Bewertung von Anrechten thematisiert, anschließend der Wertausgleich von Versorgungsrechten. Neben den notwendigen Sachinformationen kann man in einzelnen Abschnitten ganz wunderbar von der reichhaltigen Erfahrung des Autors profitieren, etwa wenn er sich zur Frage der Verfassungswidrigkeit der externen Teilung positioniert und die Rechtsprechung des BGH hierzu beleuchtet (S. 353 ff.).

Sodann werden die Ausgleichsansprüche nach der Scheidung angesprochen sowie die Teilhabe an der Hinterbliebenenversorgung. Ein Kapitel ist der so genannten Härteklausel vorbehalten, auf welches ich weiter unten noch eingehen möchte. Im Folgenden werden Vereinbarungen zum VA abgehandelt sowie die mögliche Anpassung des VA nach Rechtskraft erläutert ...

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