Bislang härtestes Urteil gegen G20-Randalierer

Das Amtsgericht Hamburg verhängt die bislang höchste Strafe gegen G20-Randalierer

Das Amtsgericht Hamburg hat die bislang höchste Strafe gegen einen G20-Randalierer verhängt. Der 28-jährige Mann soll eine kaputte Flasche auf Polizisten geworfen haben und muss dafür mehr als drei Jahre in Haft.

Worum geht es?

Bereits Ende August vergangenen Jahres kam es zu den ersten Verurteilungen nach den Ausschreitungen zum G20-Gipfel. Und schon da wurde deutlich, dass das Hamburger Amtsgericht konsequente Härte zeigen wollte und verhängte gleich im ersten Prozess zwei Jahre und sieben Monate für einen Flaschenwerfer. In einem zweiten Prozess wurde ein 24-jähriger Pole wegen des Beisichführens von Feuerwerkskörpern, eines Pfeffersprays und einer Taucherbrille zu einer sechsmonatigen Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Über die Verhältnismäßigkeit dieser beiden Urteile wurde bereits reichlich diskutiert. Das Gericht betonte damals, dass Polizisten weder Freiwild für die Spaßgesellschaft, noch Freiwild für erlebnisorientierte Gewalttäter seien. Rund sechs Monate später hat das Gericht das bislang härteste Urteil verhängt: Ein 28-jähriger Randalierer wurde zu drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.

Mysteriöses Tötungsdelikt

Das Schöffengericht führte zu seiner Entscheidung aus, dass der junge Mann in der Nacht vom 06. auf den 07. Juli den Boden einer Bierflasche abschlug, um das scharfkantige Geschoss während der Ausschreitungen auf Polizisten zu werfen. Ein Beamter wurde dadurch tatsächlich an der Hand verletzt. Der Angeklagte habe also offensichtlich bewusst in der Absicht gehandelt, Polizisten zu verletzen, was bei der Strafzumessung besonders schwerwiegend gewertet wurde ...

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