Kriminologisches Journal (KrimJ) 4/2017 erschienen

von Christian Wickert

Das Kriminologisches Journal (KrimJ) 4/2017 ist erschienen.

Nachstehend finden sich die Abstracts zu den Heft-Aufsätzen.

Das Heft ist über die Journal-Webseite zu beziehen.

Über das Selbstverständliche. Invarianzen der Devianzthematisierungen

Helge Peters

Angenommen wird, dass nicht alle Handlungstypen mit gleicher Wahrscheinlichkeit als Devianz thematisiert werden (können). Um dies zu prüfen, werden sozial- und kulturanthropologische Texte durchgesehen, in denen abweichendes Verhalten in vormodernen Gesellschaften beschrieben wird. Es werden die von den Autoren erwähnten Handlungstypen, die als Devianz betrachtet werden, ermittelt. Berücksichtigt man auch die Devianzthematisierungen in modernen Gesellschaften, so erweist sich, dass Mord/Totschlag, Diebstahl und Inzest sehr oft als Devianz thematisiert werden – deutlich häufiger als die Wahrscheinlichkeit erwarten lässt.

Irritationen, Kommentierungen und Kritik der Überlegungen von Helge Peters zu „Invarianzen der Devianzthematisierungen“

Helga Cremer-Schäfer

Der Kommentar argumentiert gegen die Kritik, die Helge Peters an herrschafts- und ideologiekritischen Analysen von Devianz und Kriminalisierung übt; er geht auf Fragen der Kontinuität von gesellschaftlichen Grenzziehungen (Schließung und Ausschließung) in der Bürgerlichen Gesellschaft ein sowie auf die (auch wissenschaftlichen) Schwierigkeiten, individuelle und kollektive Grenzüberschreitungen anders als mit dem Vokabular von „Kriminalität“ und „Devianz“ zu begreifen. Eine Reflexion dieser Kontinuität der Produktion von „Außenseitertum“ wird angeregt.

Die wissenschaftliche Konstruktion von Invarianzen

Jan Wehrheim

Helge Peters verweist in seinem Beitrag auf tendenzielle Invarianzen bei Thematisierungen von Devianzen ...

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