Anhebung der GWG-Grenze: Inflationsbereinigung auch für andere Aufwandspauschalen?

Mit Wirkung zum 1. Januar 2018 wurde der gesetzliche Höchstbetrag der Anschaffungskosten für geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG), welche im Jahr der Anschaffung im Wege des Sofortabzugs berücksichtigt werden können, von 410 EUR auf 800 EUR erhöht.

Begründet wurde die Anpassung insbesondere mit der Inflation seit der Einführung des Sofortabzugs für GWG. Durch die gesamtwirtschaftliche Entwicklung würde der Vereinfachungszweck des Sofortabzugs für Unternehmen ohne die Erhöhung der Grenze nur noch für einen eingeschränkten Kreis an Wirtschaftsgütern erreicht.

Andere Aufwandspauschalen im EStG und den EStR bestehen seit Jahren in unveränderter Höhe fort.

Sind diese noch zeitgemäß oder ist eine Inflationsbereinigung – vergleichbar den GWG – überfällig?

Insbesondere die Aktualität des abziehbaren Höchstbetrags für Aufwendungen eines häuslichen Arbeitszimmers in Höhe von 1.250 EUR, wenn dieses nicht den Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit bildet, wurde in der Literatur bereits vereinzelt in Zweifel gezogen.

Gleichermaßen gilt dies für das Abzugsverbot für Geschenke, dessen starre Freigrenze von 35 EUR pro Empfänger bisher auch den Mühlen der Zeit wiederstehen konnte ...

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