Die eifersüchtige Elfe

Die eifersüchtige Elfe

Von Benedikt Ley

Die Elfe A ist eifersüchtig auf Elfe B, weil diese vom Weihnachtsmann (W) bevorzugt wird.

Als der Weihnachtsmann diese dann zur Elfe des Monats November kürt, obwohl sie ständig zu spät in der Weihnachtsfabrik erscheint, beschließt A, sich an B zu rächen.

Wie der A bekannt ist, hilft die Elfe des Monats dem Weihnachtsmann jedes Jahr beim Verladen der Geschenke auf den Weihnachtsschlitten, um anschließend zu zweit die Geschenke zu verteilen.

Da A selbst mitfliegen will – und natürlich auch, weil sie es B nicht gönnt – möchte sie verhindern, dass der Weihnachtsmann die B mitnimmt.

Deshalb lauert sie der B beim Verladen in der Dunkelheit auf. Die kurzsichtige A nimmt sich einen kleinen Stein, den sie auf dem Boden findet und visiert die Gestalt, die sie für B hält, an.

Sie wirft und trifft die Person wie geplant am Kopf. Diese geht daraufhin zu Boden und krümmt sich vor Schmerzen. Strahlend vor Freude über den Erfolg ihres Wurfs verlässt A den Tatort.

Dabei handelt es sich bei der getroffenen Person allerdings um den W. Aufgrund der Verletzung am Kopf und den daraus resultierenden Gleichgewichtsstörungen, ist es dem Weihnachtsmann nicht möglich, den Schlitten zu steuern und die Geschenke zu verteilen. Weihnachten fällt deshalb aus.

Wie hat sich A strafbar gemacht?

Gutachten:

A. Strafbarkeit der A gem. §§ 223 I, 224 I Nr. 2, 3, 5 StGB

A könnte sich gem. §§ 223 I, 224 I Nr. 2, 3, StGB strafbar gemacht haben, indem sie den Weihnachtsmann mit einem Stein beworfen hat.

I. Tatbestand

Dafür müsste sie sowohl den objektiven als auch den subjektiven Tatbestand erfüllt haben.

1. Objektiver Tatbestand a) Körperliche Misshandlung

Zunächst müsste A den Weihnachtsmann körperlich misshandelt haben ...

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