Übliche Probleme des Arbeitszeugnisses

Ständiger Streitpunkt ist nach dem Ausscheiden eines Mitarbeiters das Arbeitszeugnis. Regelmäßig muss sich der ausscheidende Arbeitnehmer auf Grundlage des Zeugnisses auf andere Arbeitsstellen bewerben, der alte Arbeitgeber lässt sich dagegen oftmals dazu hinreißen, dem früheren Mitarbeiter im Zeugnis eine kleine „Spitze“ zu verstecken. Häufig geschieht dies durch eine Art kodifzierte Zeugnissprache, die nur dem geschulten Leser den tatsächlichen Inhalt der Formulierung offenbart.

Ein Arbeitszeugnis ist deshalb grundsätzlich auf folgende Punkte zu prüfen:

Äußere Form des Zeugnisses

Bereits die äußere Form eines Zeugnisses kann Bände über die Wert- oder Geringschätzung eines Arbeitnehmers durch den Arbeitgeber sprechen. Enthält ein Arbeitszeugnis offensichtliche Rechtschreibfehler, so weist dies bereits auf eine Geringschätzung hin. Die Rechtsprechung hat deswegen bestimmte Anforderungen an die Äußerlichkeit eines Arbeitszeugnisses gestellt.

Ein Arbeitszeugnis muss zunächst optisch ein korrektes Erscheinungsbild haben. Es ist also auf dem üblichen Firmen-Briefpapier zu erstellen, das die genaue Firmenbezeichnung, die Anschrift und die Rechtsform des Arbeitgebers erkennen lässt. Nutzt der Arbeitgeber kein spezielles Briefpapier, darf das Zeugnis auch auf einem weißen Bogen verfasst werden, aus dem die gleichen Angaben hervorgehen müssen.

Das Zeugnis darf auch keine Mängel wie Fettflecken oder Radierungen aufweisen, Rechtschreibefehler sind zu vermeiden, ebenso sind Ausrufe- und Fragezeichen sowie Unterstreichungen oder Fettdruck untersagt.

Das Zeugnis muss zudem eigenhändig durch den Arbeitgeber oder einen zuständigen Vertreter (beispielsweise den Personalchef) unterschrieben werden ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK