Mädchen findet Opas Grabstein im Freizeitpark

von Stephan Weinberger

Für ein 13-jähriges Mädchen aus dem Landkreis Lichtenfels endete ein Besuch im „Horrorhaus“ des Freizeitlands Geiselwind tatsächlich mit einem großen Schrecken: Auf einem Grabstein vor dem Horrorhaus stand der Name ihres 1996 gestorbenen Großvaters samt der Lebensdaten. Nun ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft in dem Fall.

Es sollte eigentlich ein fröhlicher Ministrantenausflug ins Freizeit-Land Geiselwind (Lkr. Kitzingen) werden, wie die Zeitung „inFranken.de“ berichtet. Stattdessen wurde der Ausflug ins „Horrorhaus“ in dem Freizeitpark für ein junges Mädchen tatsächlich zum Horror: Weil für den künstlichen Friedhof Grabsteine der Region verwendet wurden, deren Inschriften noch lesbar waren, obwohl diese eigentlich hätten unkenntlich gemacht werden müssen, waren auch die Daten eines Angehörigen des Mädchens zu lesen.

Wegen des Verdachts auf Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener wird deshalb jetzt gegen den Betreiber des Freizeitparks ermittelt. „War das eine Schlamperei oder Vorsatz?“, so die berechtigte Frage der Witwe des Verstorbenen, dessen Grabstein von der Pietätlosigkeit betroffen war. Die Enkelin habe den Opa zwar nicht persönlich bekannt, war ihm aber durch Erzählungen der Familie auch nahe und hat regelmäßig das Grab gepflegt. „Es hat lange gedauert, bis ich den Tod meines Manns vor über 21 Jahren verarbeitet hatte und jetzt kommt alles wieder hoch – und noch dazu auf so grausame Art und Weise“, ärgert die 62-Jährige sich im Gespräch mit inFranken.de

Der Grabstein sollte eigentlich fachgerecht entsorgt werden, nachdem die Ruhezeit für das Grab abgelaufen war. Der Steinmetz handelte aber nicht wie beauftragt, sondern verkaufte den Stein wohl an den Freizeitpark ...

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