Das Entgelttransparenzgesetz und seine Auswirkungen

von Stefan Weste

Bereits am 6. Juli 2017 ist das Gesetz zur Förderung der Entgelttransparenz zwischen Frauen und Männern (kurz: Entgelttransparenzgesetz) in Kraft getreten. Ziel des Gesetzes ist, wie der Name schon sagt, neue Transparenzregelungen einzuführen und damit die Entgeltgerechtigkeit zwischen Frauen und Männern zu fördern. Mit dem 6. Januar 2018 zeigt dieses Gesetz nun erstmals Wirkung.

Wie hoch ist derGehaltsunterschied genau?

Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern, auch Gender Pay Gap genannt, sind ein fortwährendes Thema, besonders in der Politik. Im Vorfeld zur Bundestagswahl war es vor allem die SPD, die mit einer Gehaltslücke von 21 % Wahlkampf betrieb, während die CDU diese Zahl eine Fantasie nannte und von 6 % Gehaltsgefälle sprach. Doch wie hoch ist das Gehaltsgefälle zwischen Frauen und Männern denn nun tatsächlich?

Fairerweise muss man sagen, dass sowohl die SPD als auch die CDU recht haben. Beide Zahlen tauchen in verschiedenen Dokumenten des Statistischen Bundesamtes auf. Bei der Zahl 21 % handelt es sich um den sogenannten unbereinigten Gender Pay Gap, was nichts anderes heißt, als dass der Durchschnittsverdienst aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer miteinander verglichen wird, egal ob unterschiedliche Berufe ausgeübt werden und ob es sich zum Beispiel um Teilzeittätigkeit handelt. Der bereinigte Gender Pay Gap hingegen ignoriert diese strukturellen Unterschiede und vergleicht nur solche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die vergleichbare Qualifikationen, Tätigkeiten und Berufsbiographien aufweisen und kommt so zu einem deutlich geringeren Lohn-/Gehaltsgefälle von „nur“ ca. 6 %.

Was regelt das Entgelttransparenzgesetz genau?

Das Entgelttransparenzgesetz verbietet konkret, dass, dass bei gleicher- oder gleichwertiger Tätigkeit eine Benachteiligung des Geschlechts in Bezug auf alle Entgeltbestandteile und Entgeltbedingungen verboten ist ...

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