Datenübertragbarkeit: Erste Handlungsempfehlungen

von Dr. Datenschutz

Spricht man von den großen neuen Rechten der Datensubjekte, die sogenannten Betroffenenrechte, wird das Recht auf Datenübertragbarkeit kaum oder allenfalls am Rande erwähnt. Das Recht kennt man auch unter dem Begriff der Datenportabilität, in Anlehnung an das Englische „data portability“. Die Stiftung Datenschutz hat letzte Woche dem Thema einen kompletten „DatenTag“ gewidmet und ihre Studie zu dem Thema vorgestellt.

Fragen über Fragen

Das Recht auf Datenübertragbarkeit bringt viele Fragestellungen mit sich, auf die es noch immer keine deutlichen Antworten gibt. Dies ist zum einen so, weil es nichts Vergleichbares gibt – dieses Recht besteht erst mit und seit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Zum anderen besteht die Schwierigkeit die Begriffe zu konkretisieren – als Beispiel, was genau bedeutet „bereitgestellte Daten“ – und Branchenübergreifend einheitlich zu gestalten. Von den technischen Herausforderungen ganz zu schweigen. Hier im Blog wurde natürlich bereits darüber berichtet.

Aufgrund der Komplexität des Themas wird sich das Instrument letztlich nur durchsetzen, wenn es geschickt umgesetzt wird, die Datenportabilität als Recht somit auch praktikabel ist.

Probleme und Risiken

Dem Recht auf Datenübertragbarkeit sind auch andere spezifische datenschutzrechtliche Risiken immanent. Mit dem Übertragen der Daten werden diese vervielfältigt, statt einer Datenminimierung findet also eine Datenmultiplizierung statt, da diese beim ersten Anbieter mit der Übertragung nicht automatisch gelöscht werden. Hintergrund ist, dass der Nutzer die Dienste parallel nutzen können soll. Eine Löschung bleibt natürlich möglich.

Die Daten werden somit vervielfältigt und mit der Übertragbarkeit steigt das Risiko der Datensicherheit. Die DSGVO ist technologieneutral und gibt keine Formate oder Standards vor. Bei der Datenübertragung muss somit großen Wert auf die Datensicherheit gelegt werden, beispielsweise durch Verschlüsselung ...

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