Rezension: Methodik des Zivilrechts

von Dr. Benjamin Krenberger

Rezension: Methodik des Zivilrechts

Rückert / Seinecke (Hrsg.), Methodik des Zivilrechts – von Savigny bis Teubner, 3. Auflage, Nomos 2017

Von Dr. Sebastian Felz, Köln

Dieser Sammelband biete, so Mitherausgeber Joachim Rückert in seiner Einführung, dreierlei: „historische Treue, d.h. zuerst die möglichst schlichte, historische treue Darstellung zu anerkannt wesentlichen, originalen Methodenkonzepten, die aktuelle Würdigungen erst fair fundiert; dogmatische Tests, d.h. konkrete dogmatische Tests an Beispielen, da Methodik sonst unverbindlich abstrakt und schwer verständlich bliebe; verfassungshistorische Reflexion, d.h. normativ angelegte Analysen der Methodenkonzepte auf ihren Bezug zu den Anforderungen im Verfassungsstaat der Neuzeit. Denn juristische Methodik würde sonst nur als letztlich irrelevantes Verfahrensbeiwerk bei der Normgewinnung betrachtet werden. Davon wollen wir nicht ausgehen“ (Rn. 1) Es gehe, so Rückert weiter, um „Methodenfragen als Verfassungsfragen“. Wie definiert der Verfassungsstaat der Moderne mit Grundrechten, Gewaltenteilung, Demokratie, Rechts- und Sozialstaat und einer starken Judikative das Recht und die Methoden der Rechtsfindung? (Rn. 4).

Diesen biographischen Erkundigungen und methodischen Lackmustests werden aus dem 19. Jahrhundert Savigny, Puchta, Windscheid und Jhering unterworfen. Für die Methodendiskussion der Bundesrepublik stehen insbesondere Wiethölter, Rüthers, Canaris, Müller und Teubner. Im Querschnitt werden die ökonomische Analyse des Rechts, die Institutionenökonomik und die Case-Law-Methodik vorgestellt.

Vor kurzem (NJW 15/2016, S ...

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