Vorsicht beim Verkauf von Probemünzen / Neuprägungen – Abmahnungen drohen

Derzeit werden vermehrt Münzhändler abgemahnt, die Probemünzen oder Neuprägungen verkaufen. Der IT-Recht Kanzlei liegen bereits mehrere entsprechende Abmahnungen vor.

Worum geht es?

Anscheinend hat es sich derzeit ein Münzhändler zur Aufgabe gemacht, reihenweise seine „Händlerkollegen“ mit Abmahnungen zu überziehen.

Gerügt werden in den Abmahnungen angebliche Verstöße gegen das Münzgesetz (MünzG) sowie gegen die Medaillenverordnung (MedV).

Der Abmahner beanstandet das Verhalten in Bezug auf das Anbieten von Probemünzen bzw. Neuprägungen als wettbewerbswidrig, fordert die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung sowie die Erstattung angeblicher Abmahnkosten und behält sich die Geltendmachung von Schadensersatzforderungen vor.

Probemünzen

Gerade im Bereich von Euromünzen werden immer wieder Probemünzen (auch Proben oder Probeprägungen genannt) zum Verkauf angeboten.

Probemünzen werden z.B. geprägt, um eine Prägemaschine oder das Münzdesign zu testen. In aller Regel werden diese Proben jedoch von den staatlichen Münzanstalten wieder vernichtet oder in der Anstalt archiviert. Gelangen diese doch auf den Markt, sind sie aufgrund ihrer Seltenheit bei Sammlern sehr begehrt.

Bei den Probemünzen im Bereich von Euro-Münzen (sog. „Euro-Proben“ oder „Euro-Probemünzen“) handelt es sich dagegen nicht um „staatliche“ Prägeversuche, sondern vielmehr meist um Fantasieprägungen durch Privatpersonen oder Münzhandelsfirmen. So existieren etwa Euro-Probensätze für die Länder Großbritannien und Liechtenstein (in denen der Euro natürlich jeweils keine offizielle Währung darstellt).

Da diese Probemünzen also regelmäßig nicht von staatlichen Münzanstalten stammen, sondern Fantasiemünzen darstellen, werden diese rechtlich meist den Medaillen zugeordnet ...

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