Wann du beim Studieren deinen Kopf ausschalten solltest

Es war einmal ein intelligenter Tausendfüßler, der in einem Haus lebte. Eines Tages schaute er von einer Tischkante hinüber zu einem anderen Tisch, auf dem ein Zuckerkörnchen lag. Schlau, wie er war, hielt er kurz inne und überlegte sich, wie er am geschicktesten dorthin gelangen konnte.

Erst dachte er darüber nach, ob er über die linke oder die rechte Seite des Tisches herunterkrabbeln sollte. Dann widmete er sich der Frage, mit welchem Bein er idealerweise den Weg beginnen würde, in welcher Reichenfolge er die anderen nachziehen könnte und so weiter. Er war akademisch ausgebildet und in Mathematik geschult – also rechnete er alle Varianten durch und entschied sich für die beste.

Schließlich machte er den ersten Schritt. Doch vor lauter Denken verhedderte er sich, kam nicht vom Fleck und verhungerte.

Leider kein Happy End.

Und leider ergeht es Tag für Tag vielen Studenten genauso wie dem armen Tausendfüßler: Sie denken zu viel nach. In Situationen, in denen entschlossenes Handeln gefordert ist, grübeln sie stundenlang vor sich hin, machen sich unnötige Gedanken und verpassen damit tolle Gelegenheiten. Anstatt den Kopf auszuschalten und einfach mal zu machen, denken sie die Dinge kaputt und stehen sich damit selbst im Weg.

Die Moral von der kurzen Tausendfüßlergeschichte (die ich übrigens aus Rolf Dobellis großartigem Bestseller „Die Kunst des klugen Handelns“ geliehen habe) ist aber nicht, dass du grundsätzlich nicht nachdenken solltest, bevor du zur Tat schreitest. Nein, es geht vielmehr darum, dass du erkennst, wann Situationen vorliegen, in denen es auf schnelle intuitive Aktion ankommt – und wann nicht.

Schauen wir uns das etwas genauer an.

Kopf aus, Erfolg an – zumindest manchmal

Von der Gefahr des „Zu-viel-Denkens“ sind häufig gebildete Menschen betroffen, die über einen großen Wissensfundus verfügen ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK