Bauprozess: Gute Chancen bei solider Prüfung von Beginn an

Bei einem privaten Bauprozess sind die Erwartungen zunächst meist hoch. Schließlich geht es um viel Geld. Leider werden die Hoffnungen, dieses Geld auf dem Rechtsweg zurückzubekommen, in vielen Fällen enttäuscht. Wie das Bauprojekt selbst hängt auch der Erfolg im Bauprozess von ganz unterschiedlichen Punkten ab, von denen jeder im ungünstigen Fall große Probleme verursachen kann.

Ganz wesentlich kommt es darauf an, was die Parteien in ihren Schriftsätzen vortragen und welche Beweise sie antreten. Welcher rechtliche Spielraum besteht, hängt oft von der Vertragsgestaltung und der Kommunikation rund um das Bauvorhaben ab. Anders gesagt: Die Weichen in Richtung Erfolg oder Misserfolg im Bauprozess wurden in vielen Fällen schon lange vorher gestellt.

Der Notar

Wer eine Immobilie erwerben will, muss zum Notar. Das ist unumgänglich, das Gesetz verlangt bei einem Grundstückskaufvertrag oder beim Erwerb einer Eigentumswohnung die notarielle Beurkundung. Das ist auch gut so, denn nur wenige private Immobilienkäufer wissen konkret, welche Risiken mit dem Abschluss eines Bauträgervertrags oder Immobilienkaufvertrags verbunden sind.

Deshalb hat der Notar im Rahmen der Beurkundung auch die Aufgabe, den Mandanten über den Inhalt des Geschäfts aufzuklären und auf Risiken hinzuweisen, die sich daraus ergeben (§ 17 BeurkG). Anders als ein Rechtsanwalt ist er dabei sämtlichen beteiligten Parteien, Käufer und Verkäufer, gleichermaßen verpflichtet. Er muss unparteiisch und unabhängig agieren.

Prüfung von Bauträgervertragen

Besondere Aufklärungspflichten ergeben sich beim Bauträgervertrag. Sein Gegenstand ist das Errichten eines Bauwerks auf einem Grundstück, das dem Käufer zu diesem Zeitpunkt noch nicht gehört, und den anschließenden Übergang von Bauwerk und Grundstück auf den Käufer. Die Bauleistungen selbst werden in der Regel von Subunternehmern erbracht ...

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