Äußerungen in privater WhatsApp-Gruppe kein Kündigungsgrund

von Maik Sebastian

Maik Sebastian:

Rassistische Äußerungen in einer WhatsApp-Gruppe, die dem Arbeitgeber bekannt werden, führen nicht automatisch zu einer außerordentlichen Kündigung. Das hat das Arbeitsgericht Mainz vor wenigen Tagen entschieden (Urt. v. 15.11.2017, Az. 4 Ca 1240/17).

Viele Smartphonebesitzer nutzen heutzutage den Messengerdienst WhatsApp. Die Gruppenfunktion ermöglicht den Nutzern, Inhalte zu teilen oder Absprachen zu treffen, z.B. im Vorfeld von Feiern oder Veranstaltungen. Vermeintlich private Chatgruppen können schnell öffentlich werden.

Kommunikation war vertraulich

Das bekamen Mitarbeiter der Stadt Worms zu spüren, die in einer kleinen WhatsApp-Gruppe unter anderem rassistische Bilder verbreiteten. Ein Mitglied der Gruppe kam anschließend auf die Idee, die Vorgänge dem Arbeitgeber zu melden, woraufhin dieser fristlose Kündigungen aussprach. Dagegen klagten die Angestellten.

Zu Recht, wie das Arbeitsgericht Mainz nun entschied. Dass es sich um rassistische und damit auch rechtswidrige Inhalte handelte, war eindeutig ...

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