Die COP23 – Welche Ergebnisse hat die Klimakonferenz in Bonn gebracht?

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Erstmals war mit den Fidschi-Inseln ein akut vom Klimawandel bedrohter Staat Gastgeber der UN-Klimakonferenz. Unterstützt wurde der Inselsaat dabei von Deutschland, denn ausgerichtet wurde die Konferenz in Bonn. Ziel der Konferenz war es dieses Jahr insbesondere, die Grundlage für konkrete Mechanismen zur Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens zu schaffen. Doch was wurde letztendlich beschlossen und besprochen? Wir geben einen Überblick.

Und jährlich grüßt das Murmeltier – Der Streit um das Geld

Wie bereits auf den Klimakonferenzen der vergangenen Jahre wurde auch in Bonn abermals ausführlich über die Finanzierung gestritten. Ein großer Streitpunkt war die Pflicht der Industrieländer, nach Art. 9 Abs. 5 des Pariser Abkommens alle zwei Jahre Informationen zu übermitteln, wie viel Geld sie für die Entwicklungsländer bereitstellen. Die G-77-Staaten, ein loser Zusammenschluss von überwiegend Entwicklungsländern, hatten gefordert, dass die „Geberländer“ verbindliche Zusagen über die Finanzierung für die nächsten Jahre treffen. Die sog. entwickelten Länder lehnen dies ab, da es haushaltsrechtlich problematisch wäre, sich für mehrere Jahre im Voraus zu verpflichten.

Einigen konnte man sich wohl auf den Übergang des Anpassungsfonds, der Projekte und Programme in Entwicklungsländern finanzieren soll, unter das Dach des Pariser Abkommens. Bis 2020 arbeitet der Fonds unter dem Dach des Kyoto-Protokolls. Umweltministerin Barbara Hendricks hatte zur Eröffnung der Konferenz bereits angekündigt, Deutschland wolle sich mit zusätzlichen 50 Mio. Euro an dem Fonds beteiligen.

Auch die zukünftige Finanzierung des grünen Klimafonds (GCF) wurde vor dem Hintergrund des Austritts der USA aus dem Abkommen viel diskutiert. Formell sind die USA noch bis zum November 2020 Vertragspartei des Pariser Abkommens. Der amtierende US-Präsident hatte jedoch angekündigt, keinerlei Klimahilfen mehr leisten zu wollen ...

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  • Warschauer Trippelschritte

    sueddeutsche.de - 5 Leser - Eigentlich sollte die Klimakonferenz in Warschau ein wichtiger Schritt werden - hin zu einem Klimaabkommen. Am Ende haben sie sich in allen Fragen einigen können, doch häufig nur auf Minimalkompromisse. Und beinahe wäre alles noch an einem einzigen Wort gescheitert.

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