Spionagearmbanduhren verboten – warum eigentlich?

von Michael Langhans

Wenn das Umfeld von Kindern nur zu schützen ist, dann heißt dies, dass der Staat Kinder nicht schützt. Entsprechend zitiert wird Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. Diese Aussage steht im Zusammenhang mit dem Vorgehen zum Verbieten des Verkaufes von Kinderuhren mit Abhörfunktion (Spionagearmbanduhren). Die Bundesnetzagentur meint, solche Uhren werden von Eltern zum abhören von Lehrern im Unterricht genutzt. Deshalb sollten speziell Schulen auf solche Uhren achten. Die Motivation, warum denn Eltern überhaupt in die Lage versetzt werden möchten, den Unterricht zu überwachen, bleibt im Dunkeln. Dabei ist genau dieser Aspekt beleuchtenswert:

Googleergebnisse zu Spionagearmbanduhr Gravierende Systemmängel

Offenkundig liegen in unserem Schulsystem gravierende Mängel vor. Lehrer sind überfordert, nicht geeignet, manchmal gar nicht vorhanden. Die Klassen sind zu gross, soziale Probleme fokussieren sich auf die Schule. Das föderale System führt dazu, dass jeder es am Besten weiss was Kinder brauchen. Die Kinder fragt aber niemand.

Dies heißt, dass meiner Meinung nach der Fehler nicht zwingend beim Lehrer liegt. Gleichwohl wehrt sich der Rechtsstaat dagegen, dass diese Fehler dokumentiert werden. Wenn Lehrer handgreiflich werden oder brüllen, ist dies oft nicht beweisbar. Liegt hier ein schützenswerter Privatbereich vor?

Ohne Handykameras gäbe es in Amerika keine Nachweise gegen Polizeigewalt gegen Farbige ...

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