Datenschutzpanne: Wenn plötzlich die halbe Stadt das Foto von deinem besten Stück auf Facebook teilt

von Conrad S. Conrad

Manchmal passieren Dinge im Leben, die an sich schon peinlich genug sind, aber dann nicht noch bildhaft im Internet in allen möglichen sozialen Netzwerken dargestellt werden sollten. Dies wiederfuhr jedoch einen jungen Mann, der laut Medienberichten seinen Penis in einer Hantelscheibe eingeklemmt hatte und hieraus nicht mehr befreien konnte.

Im örtlichen Krankenhaus konnten ihn die Ärzte auch nicht aus der misslichen Lage befreien und riefen daraufhin die ansässige Feuerwehr zu Hilfe. Der anschließende Feuerwehreinsatz mit Vibrationssäge und hydraulischem Rettungsgerät dauerte rund 3 Stunden. Viele Helfer (ob sie tatsächliche alle eine Aufgabe hatten sei dahingestellt) wollten sich offenbar diese außergewöhnliche „Operation“ nicht entgehen lassen und waren im OP-Saal anwesend. Ein Anwesender machte mit seinem Smartphone mehrere Fotos von diesem Unfall bzw. der Operation, die später – wie sollte es auch anders sein – im Internet landeten.

Datenschutzverstoß und Grundrechtseingriff

Dies stellt selbstverständlich einen Verstoß gegen das Datenschutzrecht dar. Denn für die Verarbeitung dieser besonderen personenbezogenen Daten, schließlich sind unter anderem Gesundheitsdaten betroffen, bestand keine Rechtsgrundlage. Und auf das Medienprivileg wird sich die Privatperson mangels journalistisch-redaktioneller Inhalte nicht berufen können. Auch eine Einwilligung dürfte der Patient nicht gegeben haben ...

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