Simsalabim – der Müll ist noch drin

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Hersteller und Händler, die hierzulande Verkaufsverpackungen in Umlauf bringen, können unter zehn verschiedenen Dualen Systemen auswählen, wen sie mit der Sammlung und Entsorgung gebrauchter Verpackungen beauftragen. Wie in der Marktwirtschaft üblich, wird ein Unternehmen sich für den Systembetreiber entscheiden, der die besten Konditionen anbieten kann. Liegen die Preise aber deutlich unter dem Marktniveau oder stuft ein Systembetreiber die Menge der systempflichtigen Verpackungen auffällig niedrig ein, sollte man stutzig werden.

Denn etwas ist faul an der Verpackungsfront. Einzelne Betreiber Dualer Systeme melden weniger Mengen an Verpackungsmüll als eigentlich entsprechend ihrer Marktanteile in Verkehr gebracht worden ist (wir berichteten). Leider steckt dahinter weniger Zauberei als vielmehr eine Trickserei. Denn der Verpackungsmüll hat sich nicht auf magische Art und Weise in Luft aufgelöst; und die Kosten, die der eine oder andere Systembetreiber durch die Mindermengen-Meldung gespart hat, werden der ganzen Solidargemeinschaft der Dualen Systembetreiber aufgehalst. Durch Clearing-Verträge haben die Systembetreiber sich nämlich dazu verpflichtet, diese Diskrepanzen auszugleichen. Mit 60 Mio. Euro allein für das Jahr 2016 sind das alles andere als Peanuts.

Einige Systembetreiber wollen sich nicht länger gefallen lassen, dass das Recycling-System aufgrund des Fehlverhaltens einzelner schwarzer Schafe diskreditiert wird, und haben daraufhin neue Clearing-Verträge auf den Weg gebracht (wir berichteten) ...

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