Die novellierte SoS-Verordnung ist in Kraft

(c) BBH

Zukünftig muss jeder Mitgliedsstaat nicht nur für die Versorgungssicherheit in seinem eigenen Land Sorge tragen, sondern zur Not auch anderen EU-Staaten zur Hilfe eilen. Dafür sorgt die novellierte SoS-Verordnung der EU, die am 28.10.2017 im europäischen Amtsblatt veröffentlicht wurde und ab dem 1.11.2017 in allen Mitgliedsstaaten unmittelbar gilt. Mit dieser Verordnung (EU) 2017/1938 wird ein EU-weiter Solidaritätsmechanismus eingeführt. Kommt es zu einer Versorgungskrise in einem EU-Staat und wird der sog. Versorgungsnotfall ausgerufen, helfen benachbarte Mitgliedsstaaten der gleichen „Risikogruppe“. Das Ausrufen des Notfalls ist aber stets das letzte Mittel, um eine schwere Krise abzuwenden. Bevor ein EU-Staat zu diesem Mittel greift, muss er entsprechend seines Notfallplans eigene Maßnahmen ergreifen.

„Mit der genannten Verordnung soll dafür gesorgt werden, dass alle notwendigen Maßnahmen getroffen werden, um in der gesamten Union und insbesondere für geschützte Kunden unter schwierigen klimatischen Verhältnissen oder bei Versorgungsstörungen eine unterbrechungsfreie Erdgasversorgung sicherzustellen“ führt das EU-Parlament zum Hintergrund der Novelle aus. Damit dieses Ziel erreicht wird, werden die Mitgliedsstaaten verpflichtet, sich stärker mit den anderen Mitgliedsstaaten ihrer Region zu koordinieren. Und um eine EU-weite Kohärenz zu erreichen, werden regionale Risiken auf der Grundlage einer EU-weiten Simulation nach gemeinsamen Standards und einem spezifischen Szenario bewertet. Diese Simulation führt ENTSOG bis 1.11.2017 durch und wird laut den eigenen Angaben nach dem 9.11.2017 auf seiner Internetseite veröffentlicht ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK