Smartphone-App Berechtigungen – Erforderlich oder ein Ärgernis?

von Dr. Datenschutz

Für so ziemlich jede Lebenslage gibt es eine (vermeintlich) passende Smartphone-App, die Einsatzmöglichkeiten scheinen nahezu grenzenlos. Zugleich speichern und verarbeiten wir auf dem Smartphone unzählige Daten, welche zum Großteil auch sehr privater Natur sind. Umso erstaunlicher, dass nur wenige Nutzer sich mit den (geforderten) Zugriffsberechtigungen einer App beschäftigen und diese im Einzelfall hinterfragen.

Lieber ein bisschen mehr

Smartphone-Apps benötigen in der Regel eine Vielzahl von Berechtigungen, damit diese die gewünschte Leistung, also ihren Zweck erfüllen können. Eine Kamera-App muss logischerweise auf die Kamera zugreifen können, andernfalls wäre es dieser nicht möglich, Fotos zu machen. Leider genehmigen sich viele Smartphone-Apps aber deutlich mehr Berechtigungen, als diese eigentlich erfordern. So verlangt beispielsweise eine populäre Taschenlampen-App in Googles Playstore u.a. folgende Berechtigungen:

  • Daten aus dem Internet abrufen
  • Netzwerkverbindungen abrufen
  • System-Anzeigeeinstellungen ändern
  • Zugriff auf alle Netzwerke
  • Ruhezustand deaktivieren
  • Systemeinstellungen ändern

Ein Erfordernis, auf diese Gerätefunktionen zugreifen zu müssen, ist nicht erkennbar. Daneben gibt es auch sehr viele Smartphone-Apps, die Zugriffrechte auf weit mehr Gerätefunktionen anfordern, z.B. auf Körpersensoren, Kalender, Mikrofon, Standort oder den Speicher.

Wenn der Nutzer zum Produkt wird

Das können diese Apps vor allem auch deswegen machen, weil diese zum einen kostenlos sind. Zum anderen klicken die meisten Nutzer bei der App-Installation immer im Schnelldurchlauf auf „weiter“. Gerade bei kostenlosen Angeboten sollte man sich aber die grundsätzliche Regel vor Augen halten, dass

„Wenn Du nichts für ein Produkt zahlst, dann bist Du meist das Produkt“ ...

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