Industrie 4.0 vs. Know-how Schutz

Der neue europäische Geheimnisschutz in der Industrie 4.0 Anforderungen der Industrie 4.0 an den Schutz geschäftlichen Know-hows

Die Industrie 4.0 führt zu zunehmend digitalisierten und vernetzten Arbeits- und Fertigungsprozessen. Dabei fallen nicht nur zunehmend maschinengenerierte Daten an. Diese maschinengenerierten Daten werden zudem immer häufiger dezentral gespeichert und unternehmensübergreifend weiterverarbeitet. So werden nicht selten im Rahmen von Predictive Maintenance Leistungen zahlreiche Maschinendaten zunächst ausgelesen und erhoben. Diese werden dann dezentral in einer Cloud gespeichert, von wo aus ein Data Scientist zugreifen und diese zur weiteren Verwertung analysieren und auswerten kann. Diese Daten sind aber für das Unternehmen, welches gegenüber seinen Kunden die Predictive Maintenance Leistungen anbietet, von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung. Aber auch andere maschinengenerierte Daten, wie künftig die Smart Meter Daten, stellen Informationen dar, die für das erhebende Unternehmen wesentlich und damit schützenswert sind.

Nationaler Status Quo beim Schutz von Geschäftsgeheimnissen

Geschützt werden derartige Daten in Deutschland derzeit als Betriebs- bzw. Geschäftsgeheimnisses (Know-how) über das Wettbewerbsrecht (Geheimnisschutz). Dabei handelt es sich bei den wettbewerbsrechtlichen Vorschriften (§ 17 UWG) um Strafvorschriften, die den unberechtigten Abfluss von Know-how unter Strafe stellen. Eine zivilrechtliche Zuordnung dieses Know-hows zu einem bestimmten Unternehmen als Inhaber, vergleichbar mit den gewerblichen Schutzrechten, wie Patent- oder Markenrechte, findet über den Geheimnisschutz jedoch nicht statt, sondern wird vielmehr vorausgesetzt ...

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