Verwertungskündigung nur unter strengen Anforderungen

Dirk-Andreas Hengst


Das Wohnraummietrecht kennt für Vermieter nur wenige ordentliche Kündigungsgründe. Neben dem Eigenbedarf und etwaigen Verstößen des Mieters bleibt dem Vermieter nur die sogenannte Verwertungskündigung. Das bedeutet, dass der Vermieter den Mieter kündigt, weil er das Haus abreißen möchte, um ein anderes Objekt zu bauen, welches mehr wirtschaftlichen Ertrag erzielen kann.

Der Bundesgerichthof hat nunmehr in einer aktuellen Entscheidung (Urteil vom 27.09.2017, BGH VIII ZR 243/16) die Voraussetzungen für eine solche Kündigung noch einmal genau definiert. Neben dem geplanten, größeren wirtschaftlichen Ertrag muss bei der Verwertungskündigung dem Vermieter ein erheblicher Nachteil entstehen, wenn er das bisherige Mietverhältnis weiter fortsetzen müsste. Im vorliegenden Fall ging das Gericht nicht von erheblichen Nachteilen für den Vermieter aus. Der Vermieter wollte ein Miethaus abreißen lassen und hatte deshalb gekündigt ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK