Wenn eine andere Auktion über 185.000 Euro mehr erzielt...

Landgericht Köln, Urteil vom 05.10.2017 - 20 O 59/16 Wenn eine andere Auktion über 185.000 Euro mehr erzielt... Das Landgericht Köln hatte zu entschieden, ob ein Auktionshaus Schadensersatz leisten muss, wenn es für den Eigentümer eines chinesischen Gefäßes rund 75.000 Euro erzielte und das Gefäß über ein anderes Auktionshaus in London für über 200.000 Britische Pfund versteigert wurde. Der Sachverhalt

Der Kläger ließ über ein Auktionshaus ein antikes chinesisches Gefäß versteigern, welches er geerbt hatte. Der Schätzpreis wurde mit 3.000 bis 4.000 Euro angegeben. Zur Freude des Klägers wurde das Gefäß dann für 75.000 Euro versteigert. Auf der Versteigerung eines anderen Auktionshauses in London wurden dann aber über 200.000 Britische Pfund erzielt.

Der Kläger war davon überzeugt, dass das von ihm beauftragte Auktionshaus dafür verantwortlich ist, dass er selbst scheinbar zu wenig für sein Gefäß bekommen hatte. Er warf diesem vor, es habe den Schätzpreis zu niedrig angesetzt, die Beschreibung im Katalog sei falsch und zudem unvollständig gewesen.

Die Herkunft aus dem adeligen Familienbesitz sei gar nicht genannt worden. Wegen dieser Pflichtverletzungen schulde ihm das Auktionshaus daher als Schadensersatz die Differenz der beiden Zuschlagspreise von rund 185.000 Euro ...

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