Erpresser fordern Geld mit eigenen Kontodaten

von Stephan Weinberger

Zwei junge Männer aus Ungarn mussten sich vor dem Amtsgericht Heilbronn wegen zweifacher versuchter Erpressung gegen einen großen Lebensmittelhändler verantworten. Dabei verhielten sie sich bei der Tatausführung so dilettantisch, dass es für die Polizei ein Leichtes war, sie festzunehmen.

Ein Ermittler sagte im Prozess aus, dass er solch naive Erpresser in seiner ganzen Karriere noch nie erlebt habe. Der Richter betitelte den Plan der jungen Männer als „eine ziemlich bescheuerte Idee“. 1,5 Millionen Euro wollten sie von einem großen Lebensmittelhändler erpressen. Sollte der Forderung nicht nachgekommen werde, werde man Bilder von angeblich unhygienischen Zuständen in einem Zentrallager der Firma veröffentlichen.

Die heute 21 und 22 Jahre alten Männer aus Ungarn hatten zuvor über eine Leihfirma in dem Lager gearbeitet. Mit Bildern von kaputtgefahrenen Konserven und Mäusekot im Lager fassten sie den Plan, es mit einer Erpressung zu versuchen. Dabei gingen sie unglaublich naiv vor. Die E-Mail mit der Zahlungsaufforderung an das Unternehmen versandten sie mit echten Kontodaten.

Als darauf keine Reaktion folgte, suchten sie einige Wochen später das Firmengelände auf, zitierten die Lagerchefs zu einem dringenden Gespräch auf den Mitarbeiter-Parkplatz und bekräftigten ihre Forderungen ...

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