Verlust von Gewährleistungs- und Entschädigungsansprüchen gegen den Zahnarzt

Henning Doth

Behauptet ein Patient, dass der von seinem Zahnarzt eingesetzte Zahnersatz mangelhaft sei und lässt in der Folge aber durch einen anderen Zahnarzt eine Nachbesserung vornehmen, ohne dem Erstbehandler die Gelegenheit zur Nachbesserung zu geben, so sind Gewährleistungs- und Entschädigungsansprüche nach einer kürzlich veröffentlichten Entscheidung des OLG Dresden (Beschluss vom 06.12.2016, Az.: 4 U 1119/16) ausgeschlossen.

Die von seinem Zahnarzt eingesetzte Oberkieferprothese war mangelhaft. Nachdem der Patient das Vertrauen in seinen Zahnarzt verloren hatte, wandte er sich an einen anderen Arzt. Dieser besserte den Zahnersatz nach. Anschließend verlangte der Patient Schadensersatz und Schmerzensgeld von dem ursprünglichen Zahnarzt.

Das OLG Dresden wies die Klage des Patienten jedoch ab, da der Patient dem Zahnarzt nicht die Möglichkeit der Nachbesserung eingeräumt hatte, wozu er jedoch verpflichtet gewesen wäre. Infolgedessen wären Gewährleistungs- und Ersatzansprüche ausgeschlossen.

Insbesondere konnte der Patient nicht nachweisen, dass es der Erstbehandler abgelehnt hatte, den Mangel zu beseitigen ...

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