Ex-„Mister Germany“ von Verhandlung ausgeschlossen

von Stephan Weinberger

Der frühere „Mister Germany“ Adrian Ursache, den die Staatsanwaltschaft der Reichsbürgerbewegung zurechnet, muss sich derzeit vor dem Landgericht Halle u.a. wegen versuchten Mordes verantworten. Da Ursache aber die Beweisaufnahme des Gerichts massiv stört, setzte ihn der Vorsitzende Richter Jan Stengel vor die Tür.

„Es wird ohne den Angeklagten weiterverhandelt“, gab der Vorsitzende Richter Jan Stengel am Donnerstag bekannt. Der Angeklagte hindere das Gericht an der Beweisaufnahme. Nicht zum ersten Mal stellte der Angeklagte einen Befangenheitsantrag und schimpfte, das Gericht sei unehrlich und voller Lüge. Ursache wurde aus dem Saal geführt.

Ein Anwalt, der überraschend im Saal auftauchte, beantragte die Entlassung eines der beiden Pflichtverteidiger des Angeklagten, weil das Vertrauensverhältnis zu dem Verteidiger endgültig erschüttert sei. Beide Pflichtverteidiger wiesen die Vorwürfe zurück. Sie betonten, dass es sich nicht um ein politisches Verfahren handele, sondern um ein Strafverfahren. „Wir unterstützen keine politische Meinung. Wir konzentrieren uns auf das Tatgeschehen. Wir wollen dem Angeklagten helfen, dass die Wahrheit in diesem Gerichtssaal ans Licht kommt„, so die Pflichtverteidiger.

Die Anklage wirft Ursache versuchten Mord, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie einen Verstoß gegen das Waffengesetz vor ...

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