Wenn der Trainer die Spieler per App überwacht: Wie geht´s deinem Knie?

von Conrad S. Conrad

Der Fußball Bundesliga Verein TSG Hoffenheim setzt seit geraumer Zeit auf moderne Technik und interaktive Trainingsmethoden, wenn beispielsweise die Taktiken und Spielbewegungen in modernen Grafiken dargestellt und die Fitness der Spieler elektronisch durch Sensoren bemessen und analysiert werden.

Doch nun geht der Trainer, Julian Nagelsmann von der TSG offenbar einen Schritt weiter. Laut Medienberichten setzt der Chefcoach vom Bundesligisten auf die „Überwachung“ seiner Profispieler anhand einer App für das Smartphone. So erhalten die Profis morgens über die installierte App mehrere Fragen zum persönlichen Gesundheitszustand, die sie zeitnah zu beantworten haben. Anhand der Auskunft möchte der Trainerstab Rückschlüsse auf die Trainingsbedingungen wie auch die Fitness der Spieler ziehen können. Dieses könne sogar kurzfristig die Aufstellung der Mannschaft bei der nächsten Partie beeinflussen.

Der Sender am Handgelenk

Die Technik ist längst soweit, dass Fitness-Armbänder und Smartphones mit eingebauten Sensoren die Bewegungsdaten wie auch zusätzliche Informationen zum Nutzer sammeln und auswerten können. Die meisten Fitnesstracker messen unter anderem auch den Puls, die Schritte und Höhenmeter – und können damit die individuell verbrauchten Kalorien und weitere Gesundheitsdaten berechnen. Viele Hobby-Sportler nutzen dies beim Training.

Beim ganztägigen Einsatz dieser Geräte können jedoch nicht nur die Bewegungsabläufe des Nutzers aufgezeichnet, sondern umgekehrt auch Ruhe- und Schlafzeiten beobachtet werden. Das Tracking ermöglicht häufig auch die datenschutzrechtlich kritisch anzusehende individuelle Ortsangabe in Echtzeit.

Diese Information würde wohl auch den Trainer erfreuen, um zu kontrollieren, ob sich der Spieler abends tatsächlich zuhause bzw. bei Auswärtsspielen im Mannschaftshotel befindet oder aber einen (heimlichen) Ausflug unternimmt ...

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