Rezension: Internationale Rechtshilfe in Strafsachen

von Dr. Benjamin Krenberger

Rezension: Internationale Rechtshilfe in Strafsachen

Hackner / Schierholt, Internationale Rechtshilfe in Strafsachen, Ein Leitfaden für die Praxis, 3. Auflage, C.H. Beck, 2017

Von Richter am Amtsgericht Carsten Krumm, Dortmund

Die internationale Rechtshilfe in Strafsachen ist den meisten Strafrichtern, Staatsanwälten und Strafverteidigern in weiten Teilen unbekannt. Oft fallen Worte wie „Schengen“, ohne dass die Beteiligten tatsächlich genau wissen, worum es eigentlich genau geht. Alle hoffen im Ernstfall, sachkundige Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger zu kennen, die weiterhelfen können. Das Buch von Hackner und Schierholt schafft Abhilfe und ist daher durchaus dringend zu empfehlen.

Hackner ist im niedersächsischen Justizministerium mit Rechtshilfefragen befasst und Schierholt bei der Generalstaatsanwaltschaft in Celle. Sachkenntnis ist damit garantiert. Was nun bietet das Buch auf seinen etwa 300 Seiten?

Es geht los mit den Grundfragen der internationalen Zusammenarbeit in Strafsachen, den rechtlichen Grundlagen, Grundprinzipien und allgemeinen Verfahrensfragen. Auch der polizeiliche Rechtshilfeverkehr wird kurz angesprochen, der bekanntlich in laufenden Strafverfahren oder Ermittlungsverfahren häufig unproblematischer zur Verfahrensführung und –förderung beiträgt, als der doch teils recht mühsame und zeitfressende gerichtliche Rechtshilfeverkehr. Schließlich werden noch die Rechte des Betroffenen im Rechtshilfeverfahren im ersten Buchabschnitt erörtert.

Dem Praxisbedarf Rechnung tragend findet sich sodann ein fast 90 Seiten langes Kapitel zu Fragen des Auslieferungsverkehrs, gefolgt von einer Darstellung zum Vollstreckungshilfeverkehr ...

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